Ihr habt Euch schon immer gefragt, warum die Werte bei Euren Bahnen so schlecht sind?
Ihr habt immer viel zu viel Intensität und viel zu wenig Erregungsrate?
Dann bietet dieses Tutorial Abhilfe!
Ich werde Euch genau erklären, was G-Kräfte sind, wo sie entstehen und welchen Einfluss sie auf die Wertung haben.
Ich will es mal versuchen, laienhaft auszudrücken:
Du fährst mit einem Achterbahnzug den Berg runter, das heißt, Dein Kouml;rper bewegt sich mit der Bahn nach unten. Nun kommt das Ende des Hügels und die Bahn fährt nicht mehr nach unten, sondern wegen der Schienen nun geradeaus oder sogar schon wieder nach oben. Das Problem ist nun, dass Dein Kouml;rper das nicht mitbekommt und versucht seinen Bewegungszustand beizubehalten. Das Ergebnis des Schlamassels ist, dass es Dich in Deinen Sitz drückt, denn Dein Kouml;rper will ja weiter nach unten!
Andersrum geht das genauso, wenn die Bahn eine Hügelkuppe passiert, will Dein Kouml;rper weiter nach oben, während die Bahn geradeaus fährt oder schon wieder nach unten, also zieht es Dich nach oben, es entsteht "Air Time", also ein kurzer Zeitraum, wo Du leicht schwebst, das berühmte Kribbeln im Bauch, was Achterbahnfahren so genial macht :). Hier sind wir schon beim ersten Unterschied zwischen den G-Kräften:
Es gibt Positive und Negative G-Kräfte, die Positiven sind die aus dem 1. Beispiel, wo es Dich nach unten drückt, die Negativen sind die aus dem 2 Beispiel, wo es Dich nach oben zieht.
MERKE: Negative Gs (Air Times) sind viel "schouml;ner" als Positive Gs und steigern die Erregungsrate viel mehr.
Ausserdem gibt es noch seitlich G-Kräfte. Ich glaube, die kennt jeder, der schon mal mit einem Auto durch eine enge Kurve gefahren ist, es zieht Dich dann in die entgegengesetzte Richtung in die das Fahrzeug fährt.
In RCT kann man diese G-Kräfte Bei einer Achterbahnfahrt genau beobachten, dazu gibt es im Menue jeder Bahn,einen Registerreiter "Diagramm".
Unten kouml;nnt Ihr in diesem Menü auswählen, was im Graphen angezeigt werden soll (von links nach rechts): Geschwindigkeit, Houml;he, Positive & Negative G-Kräfte (Vertikale), Seitliche G-Kräfte (Horizontal). Ausschläge nach oben sind positive Gs, Ausschläge nach unten sind Negative Gs.
Ich habe bei diesem Bild mal das Menü für die Positiven & Negativen, also die Gs, in der Vertikale angewählt. Nun sieht man oben ein Diagramm, wo jede G-Kraft, die auf den Mitfahrer wirkt, als Hügel, als Ausschlag angezeigt wird. Bei dem nächsten Bild sehen wir noch mal, was ich vorhin beschrieben habe:
Die Achterbahn fährt gerade aus einem Tal wieder nach oben, die Leute werden in die Sitze gedrückt, das Diagramm zeigt uns einen deutlichen Ausschlag nach oben an. Es sind starke Positive G-Kräfte entstanden! Beim nächsten Bild sehen wir das gleiche, nur für Negative:
Die Leute werden vom Zug nach unten gezogen, haben aber noch ihren "Schwung" nach oben, es entsteht "Air Time", die kurze Schwebezeit.
Seitliche (Horizontale) Gs entstehen immer dann, wenn ein Zug durch eine Kurve fährt, aber viel mehr, wenn ein Zug durch eine normale, also nicht geneigte Kurve fährt.
So, da Ihr nun wisst, was Gs sind und wie man sie in RCT sehen kann, will ich mal auf den Bahnenbau eingehen!
e Erregungsrate in RCT setzt sich aus vielen Faktoren zusammen: Den G-Kräften, die Nähe zu anderen Teilen (Kollisionsangst der Fahrer), dem Theming, dem Streckenverlauf. Wir wollen uns jetzt mal mit dem wichtigsten Kriterium, den Gs befassen! Der Trick beim Bau einer Bahn ist nun, dass man zwar gute G-Kräft erzeugt, aber dass man es nicht übertreibt, denn sobald die Intensitätsrate über 10.0 steigt, sinkt die Erregungsrate drastisch!
Anmerkung: Die Intensität beruht nur auf den G-Kräften! Also wenn Ihr eine Achterbahn baut, achtet darauf, dass sehr schnelle Züge nicht durch zu enge Täler fahren, damit die Positiven Gs nicht zu stark werden, und benutzt mouml;glichst geneigte Kurven, damit die seitlichen Krauml;fte nicht zu hoch werden.
Versteht mich nicht falsch, G-Kräft sind nichts Schlimmes, gehouml;ren auch dazu, sonst wird die Bahn langweilig, aber wenn man sie zu stark macht, wird es zu schlimm für die Mitfahrer. Ungefähre Richtwerte:
- Immer unter 4.0 G Positiv bleiben, ausser bei ganz kurzen Bahnen!
- Immer unter 2.5 G Seitlich bleiben
- Immer unter 3.0 G Negativ Bleiben.
Aber auch hier solltet Ihr es nicht übertreiben.
Wenn Ihr nun eine Bahn gebaut habt und seht, dass die Intensität viel zu hoch (über 10) und die Erregungsrate nur klein ist, schaut Euch die Bahn doch mal mit dem Graphen an und schaut, wo extrem Gs auftreten, dann baut Ihr die Bahn so um, dass die Stellen mit extremen Gs entweder entschärf werden (längere, weichere Bergtäler, breitere Kurven) oder Ihr versucht die Bahn an den Stellen langsamer zu machen, dass senkt die Gs auch.
Ihr müsst nun ein bisschen Gefühl bekommen haben, wie viel G die Gäste vertragen, es muss vor allem ausgewogen sein!
Eine Fahrt, wo man 3 Minuten lang ununterbrochen 2.5 Positiv G hat ist genauso zu extrem, wie einer wo man einmal 6.0 G und dann gar nix mehr hat.
Versucht die Gs abwechslungsreich einzubauen, und wenn die Bahn doch zu intensiv ist, müsst Ihr halt wieder ein paar Gs rausnehmen oder abschwächen, solange bis die Bahn nicht mehr zu brutal ist. Also, ich hoffe ich habe Euch ein wenig geholfen und wünsche Euch viel Glück beim Bahnenbauen!






