BigBurger
Moin.
Hab mal wieder ne Woche Urlaub in Norddeutschland hinter mir (Winsen (Luhe)) und davon haben wir einen Tag im Heide Park verbracht. Wir sind meine Eltern und ich, aber im Park haben wir uns sowieso bis auf wenige Fahrten getrennt.
Zur allgemeinen Situation kann ich nur sagen, dass wir mit so ziemlich Allem Glück hatten. Laut einer unvertraulichen Quelle, die ich im Scream neben mir hatte, waren an diesem Tag in etwa 4.000 Besucher im Heide Park. Das hat sich überall bemerkbar gemacht. Keine Rempeleien auf den Wegen, kein Drängeln in den Wartebereichen, niedrige Anstehzeiten und manchmal konnte man sogar einfach sitzen bleiben.
Das Wetter war okay. Ab ca. 12:00 kam die Sonne raus und es waren gefühlte 25°C. Dumm nur, dass wir Wildwasserbahn II bei ca. 15°C gefahren sind, aber dazu später mehr.
Um 9:15 erreichten wir zu dritt die Eingangstore Norddeutschlands größten Freizeitparks. An die hocherscheinenden Eintrittspreise hat man sich schon längst gewöhnt, denn inzwischen weiß man, dass es sich dicke lohnt, bei dem was man so fährt.
Also liefen wir ganz gemütlich trotz Parkkarte auf einigen Umwegen (es war der zweite Besuch im Heide Park; der letzte war vor vier Jahren) in den hinteren Bereich, wie es hier ja ständig empfohlen wird. Vollkommen berechtigt.
Von Desert Race aus sind wir dann wieder zu dritt zu Colossos aufgebrochen. Meiner Mutter zuliebe haben wir uns in den mittleren Wagen gesetzt (sie mag keine Airtime).
Als mein Vater nach Colossos Limit fand, blühten in ihm wohl alte Erinnerungen auf. Damals (als ich noch keinen Geschmack hatte) sind wir die Achterbahn fünf Mal hintereinander gefahren. An diesem Tag nur einmal. PingPong schrieb mal, dass es ein "ruckliger SLC Inverter" sei und wenn man mal hinguckt, dreht sich immer nur ein Rollenpaar an der Schiene. Ich war froh, als ich wieder aussteigen durfte.
Danach ging es zur Schweizer Bobbahn und da kann ich auch nur sagen "Wem's gefällt...". Meine Mutter liebt Bobbahnen ja abgöttisch, aber ich kann ihnen nichts abfinden.
So im Nachhinein frage ich mich, was dort wohl bei einem Stromausfall passiert. Ich hab keine mechanische Sicherung sehen können und wenn der Strom erstmal weg ist, dann sind die Wirbelstrombremsen ziemlich nutzlos, oder? Hätte mal genauer hinsehen sollen.
Nach zwei Fahrten Scream im Alleingang hab ich meine Eltern wieder von der Bank abgeholt, ein Brötchen gegessen und wir sind dann zur Wildwasserbahn II gegangen. Achtung nass!
Danach hätte ich am liebsten alle meine Klamotten gewechselt, aber das ging schlecht, also sind wir zur Toilette, um uns trocken zu föhnen. Meine Haare haben getropft, das T-Shirt konnte ich ausdrücken und meine Boxershorts sind auch nicht verschont geblieben. Ich bin bei einer Wildwasserbahn noch nie so nass geworden. (Wartezeit: 1 Minute)
Dann gab's noch'n Brötchen und eine Fahrt auf der Grachtenfahrt. Danach hab ich mich von meinen Eltern getrennt und bin den Rest des Tages nur noch Scream, Colossos und Desert Race gefahren. Ich weiß, der Park hat noch mehr, aber bei so wenig Besucheranstrom wäre ich dumm gewesen, wenn ich das nicht ausgenutzt hätte.
Okay, einmal bin ich noch mit meinen Eltern Mountain Rafting gefahren.
Am Ende des Tages (bevor ich Scream sechs Mal am Stück fahren durfte) hab ich noch einige Bilder gemacht. Irgendjemand (ich glaube Murchel) wollte Bilder von der Warteschlange von Desert Race. Ich hab sie so halb drauf. Ich kann dir aber sagen, dass dort, wo die Steine aufhören, ein ganz normaler Zick-Zack-Weg kommt.
Leider hab ich keine Nahaufnahme von Scream gemacht. Big Loop bin ich übrigens aufgrund rucklicker Erinnerungen nicht gefahren. Ich hoffe, der Bericht hat euch gefallen.
Gruß
BigBurger
Hab mal wieder ne Woche Urlaub in Norddeutschland hinter mir (Winsen (Luhe)) und davon haben wir einen Tag im Heide Park verbracht. Wir sind meine Eltern und ich, aber im Park haben wir uns sowieso bis auf wenige Fahrten getrennt.
Zur allgemeinen Situation kann ich nur sagen, dass wir mit so ziemlich Allem Glück hatten. Laut einer unvertraulichen Quelle, die ich im Scream neben mir hatte, waren an diesem Tag in etwa 4.000 Besucher im Heide Park. Das hat sich überall bemerkbar gemacht. Keine Rempeleien auf den Wegen, kein Drängeln in den Wartebereichen, niedrige Anstehzeiten und manchmal konnte man sogar einfach sitzen bleiben.
Das Wetter war okay. Ab ca. 12:00 kam die Sonne raus und es waren gefühlte 25°C. Dumm nur, dass wir Wildwasserbahn II bei ca. 15°C gefahren sind, aber dazu später mehr.Um 9:15 erreichten wir zu dritt die Eingangstore Norddeutschlands größten Freizeitparks. An die hocherscheinenden Eintrittspreise hat man sich schon längst gewöhnt, denn inzwischen weiß man, dass es sich dicke lohnt, bei dem was man so fährt.
Also liefen wir ganz gemütlich trotz Parkkarte auf einigen Umwegen (es war der zweite Besuch im Heide Park; der letzte war vor vier Jahren) in den hinteren Bereich, wie es hier ja ständig empfohlen wird. Vollkommen berechtigt.
| Desert Race |
| Desert Race war der erste Intamincoaster meines Lebens, mein erster Rocket Coaster, die erste Fahrt des Tages und ich saß mit meinem Vater in der ersten Reihe. Der Abschuss ist einfach genial! Da spürt man richtig die Pferde, die einen nach vorne ziehen. Doch leider wurde inzwischen die Startampel richtig abgestimmt, aber in vielen Reihen sieht man sie sowieso nicht. Wie gesagt, der Abschuss ist hart und was danach kommt ist ziemlich G-lastig. In die Kurven wird man mehr gerissen als das man schön sauber einfährt und die "Airtime"-Hügel werden so schnell überrollt, dass man keine Zeit zum Schweben hat und wenn man es dann doch mal schafft, bemerkt man danach auf unangenehme Weise die Schulterbügel. Die Strecke find ich etwas monoton und wiederholend und natürlich viel zu kurz. Ich bin Desert Race viermal gefahren - jedes Mal eine andere Reihe und die erste war am Ende eindeutig die beste von allen. Ein ganz großes Minus ist, dass man sich nicht für die Reihe seiner Wahl anstellen kann, sondern einfach da reinkommt, wo noch Platz ist. Mir ist noch eine recht witzige Idee gekommen. Man könnte den zweiten Hügel durch eine heartlined Zero-G ersetzen. Dann wäre es nicht mehr so langweilig und auch kein Klon mehr. Naja, ich weiß ja auch nicht, ob das überhaupt G-technisch möglich ist. Die Wartezeiten pendelten an diesem Tag zwischen 0 und 15 Minuten. Tipp von mir: Erste Reihe fahren und die Hände nach dem Launch an den Sicherheitsbügel, damit man nicht zu arg herumgeschleudert wird. |
Von Desert Race aus sind wir dann wieder zu dritt zu Colossos aufgebrochen. Meiner Mutter zuliebe haben wir uns in den mittleren Wagen gesetzt (sie mag keine Airtime).
| Colossos |
| Colossos ist meine neue Lieblingsachterbahn. Das Gefühl ist einfach genial. Viel intensivere Airtime als auf Silver Star und das Achterbahnfeeling wird durch das laute Tosen und das teilweise recht starke Ruckeln noch erhöht. Der First Drop macht in der ersten Reihe am meisten her, wenn man sich noch nach vorne lehnt. Doch leider bekommt man in der ersten Reihe zweimal weniger Airtime als im Rest des Zuges (der Bereich von der Down-Turn bis zur Helix). Der Fahrtwind ist schön, so dass mir beim ersten Mal die Augen getränt haben (oooh!) und irgendwie macht es mir dort einfach mehr Spaß als in der letzten, vermutlich weil's in der Helix weniger holpert. Als ich ziemlich gegen Ende des Tages nochmal mit meinem Vater in der letzten Reihe gefahren bin, meinte er zu mir "Da schwebt man ja nur noch!" und das trifft es ziemlich gut. Wunderbar und auch ein Muss für jeden, der sich in die Achterbahn setzt, was ich an diesem Tag acht Mal getan habe.
Beeindruckend finde ich auch, wie die Bahn sich quasi selbst themt. Dadurch, dass man immer irgendwas Hölzernes neben sich hat (und sei es nur der Mitfahrer), wird es nie so wirklich langweilig. Die Wartezeiten waren mit 5-20 Minuten und einer Ausnahme von 55 Minuten luxoriös! Tipp von mir: Erste oder letzte Reihe und dann die Hände zum Himmel. In der ersten kann man sich beim First Drop auch noch nach vorne beugen.
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Als mein Vater nach Colossos Limit fand, blühten in ihm wohl alte Erinnerungen auf. Damals (als ich noch keinen Geschmack hatte) sind wir die Achterbahn fünf Mal hintereinander gefahren. An diesem Tag nur einmal. PingPong schrieb mal, dass es ein "ruckliger SLC Inverter" sei und wenn man mal hinguckt, dreht sich immer nur ein Rollenpaar an der Schiene. Ich war froh, als ich wieder aussteigen durfte.
Danach ging es zur Schweizer Bobbahn und da kann ich auch nur sagen "Wem's gefällt...". Meine Mutter liebt Bobbahnen ja abgöttisch, aber ich kann ihnen nichts abfinden.
| Scream |
Scream ist einfach genial. Ich kann mich noch grob an vor vier Jahren erinnern, als mir beim Drop schwarz vor Augen wurde und ich danach fast komplett gezittert habe. Ich durfte Feststellen, dass das nicht mehr so ist.
Scream ist für mich noch das Highlight des Parks. Die Station ist wunderbar in Szene gesetzt und vor allem die Spieße machen was her.
(Grillspieße!). Zwei Sekunden Schwerelosigkeit sind atemberaubend und überhaupt ist alles genial.Teilweise wurden die Sicherheitsvorschriften durchgesagt, als die Gondel ganz oben war. Och, das war toll ("Ich muss hier raus!"). Und die andere Ansage war auch witzig ("Und dann fällst du ungebremst in die Hölle (hahahaha)"). Den letzten Feinschliff verpasst dem Ganzen noch der Windstoß, der durch den Bahnhof zieht, wenn die Gondel unten ankommt. Sehr schön! (Leider sind mir auf die Art und Weise zwei Socken abhanden gekommen
)Interessanterweise ist Scream sehr schlecht besucht. So konnte ich acht mal sitzen bleiben und musste nur einmal 5 Minuten lang warten. Schade finde ich allerdings, dass sie dieses ratternde Geräusch und die sich drehenden Zahnräder beim Hochziehen weggelassen haben. Hat vermutlich einigen Fahrgästen Angst eingejagt, aber sowas kann man doch in der Warteschlange als Schild hinschreiben.
Tipp von mir: Ganz locker bleiben, oben keine Sekunden runterzählen und dann einfach Arme und Beine nach vorne. Wahlweise noch barfuß fahren, wenn's den Nachbarn nicht belästigt. |
So im Nachhinein frage ich mich, was dort wohl bei einem Stromausfall passiert. Ich hab keine mechanische Sicherung sehen können und wenn der Strom erstmal weg ist, dann sind die Wirbelstrombremsen ziemlich nutzlos, oder? Hätte mal genauer hinsehen sollen.
Nach zwei Fahrten Scream im Alleingang hab ich meine Eltern wieder von der Bank abgeholt, ein Brötchen gegessen und wir sind dann zur Wildwasserbahn II gegangen. Achtung nass!
Danach hätte ich am liebsten alle meine Klamotten gewechselt, aber das ging schlecht, also sind wir zur Toilette, um uns trocken zu föhnen. Meine Haare haben getropft, das T-Shirt konnte ich ausdrücken und meine Boxershorts sind auch nicht verschont geblieben. Ich bin bei einer Wildwasserbahn noch nie so nass geworden. (Wartezeit: 1 Minute)Dann gab's noch'n Brötchen und eine Fahrt auf der Grachtenfahrt. Danach hab ich mich von meinen Eltern getrennt und bin den Rest des Tages nur noch Scream, Colossos und Desert Race gefahren. Ich weiß, der Park hat noch mehr, aber bei so wenig Besucheranstrom wäre ich dumm gewesen, wenn ich das nicht ausgenutzt hätte.
Okay, einmal bin ich noch mit meinen Eltern Mountain Rafting gefahren.| Heide Park vs. Europa Park |
| Attraktionen: Mit drei Highlights (zwei davon sind richtig gut) übertrumpft der Heide Park den Europa Park mit dem Silver Star mit links. Hygiene/Sauberkeit: Hier liegt der Europa Park weit vorne. Keine Kaugummis in den Stationen, komplett rauchfreie Wartebereiche und gepflegte Toiletten. Im Heide Park wurde außerhalb der Gebäude noch geraucht (auf normalen Gehwegen hab ich nichts dagegen) und die Toiletten waren akzeptabel. Theming/Liebe zum Detail: Auch hier liegt der Europa Park vorne. Ich hab noch nie so viele Gebäude (und wenn es auch meist nur Kulissen sind) in einem Park gesehen und die Wartebereiche sind viel interessanter gestaltet. Allgemeineindruck: Hier hatte der Heide Park auch einen schlechten Tag. Wildwasserbahn I war leergepumpt, das Top Spin in seine rostigen Einzelteile zerlegt, Lucky Land behinderte einen Gehweg und auf den Wasserspielplätzen floss kein Wasser (diese Schrauben, wo die kleinen Kinder immer so gern dran drehen). Aber der Heide Park wirkte lockerer. Den Budenbetreibern war langweilig, also haben sie selbst gespielt und allgemein mag ich Norddeutsche mehr als Franzosen, auch wenn ich beide nicht so wirklich gut verstehe.
Die Sicherheit spielt im Heide Park auch eine große Rolle. Jeder Bügel und jeder Gurt wird nachgezogen. Wenn mal was übersehen wurde, wird die Notbremse gedrückt. So gehört es sich!
Hier gleichen sich die beiden Parks aus. |
Am Ende des Tages (bevor ich Scream sechs Mal am Stück fahren durfte) hab ich noch einige Bilder gemacht. Irgendjemand (ich glaube Murchel) wollte Bilder von der Warteschlange von Desert Race. Ich hab sie so halb drauf. Ich kann dir aber sagen, dass dort, wo die Steine aufhören, ein ganz normaler Zick-Zack-Weg kommt.
Leider hab ich keine Nahaufnahme von Scream gemacht. Big Loop bin ich übrigens aufgrund rucklicker Erinnerungen nicht gefahren. Ich hoffe, der Bericht hat euch gefallen.
Gruß
BigBurger